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Sebapharma GmbH & Co. KG

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Hautaufbau - Textversion

Haare
Jeder Mensch hat 85.000 - 150.000 Haare, am meisten bei blonden, am wenigsten bei rothaarigen Menschen. Das einzelne Haar ist ca. 0,08 mm dick und wächst täglich um 0,1 - 0,2 mm. Das sind insgesamt 30 m Haar, 6 cm3 Haarsubstanz. Haare bestehen zu 90% aus Keratin. Sie wachsen von der Haarwurzel aus. 2 bis 6 Jahre lang produziert die Haarwurzel ununterbrochen neues Material. Das ergibt eine Haarlänge von 80 cm. Danach beginnt eine 2 Wochen lange Ruhephase, bevor die Wurzel mit der Bildung eines neuen Haares beginnt, das seinen Vorgänger zur Hautoberfläche hin vorschiebt, bis es ausfällt.

Hornschicht (Stratum corneum)
ca. 0,02 mm dicke abgestorbene Hautzellen (Corneozyten) und dazwischen liegende Fettsubstanzen (epidermale Lipide) bilden die nur 0,02mm dicke Hornschicht. Sie schützt gegen Wasserverlust (Austrocknung) und Reizstoffe, Allergene sowie Krankheitserreger. Anders als die Hautschichten ist die Hornschicht nicht pH-neutral, sondern sauer mit einem pH-Wert von 5,5. Dieser Säuremantel ist für den Erhalt der Barrierefunktion unerlässlich. In der Hornschicht binden natürliche Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturizing Factor - NMF) Wasser und bewirken so einen zusätzlichen Schutz vor Austrocknung.

Hydrolipidfilm
(hauchdünn)
Die Hautdrüsen produzieren ständig Schweiss und Talg, der sich an der Hautoberfläche zum Hydrolipidfilm (Hydro = Wasser aus dem Schweiss; Lipid = Fett aus dem Talg) - einer natürlichen Hautschutzcreme - vermischt. Der Hydrolipidfilm hat, wie die Hornschicht, den sauren pH-Wert 5,5 und ist damit Bestandteil des natürlichen Säureschutzmantels der Haut.

Lederhaut (Dermis)
ca. 1 mm dickes elastisches Bindegewebe, reich durchblutet und mit Sinneskörperchen sowie Nervenfasern versehen. Haarwurzeln, Talgdrüsen und Schweissdrüsen gehören zur Oberhaut und sind in die Lederhaut eingesenkt. Die Elastizität wird durch starre Collagen- und dehnbaren Elastinfasern sowie die zwischen ihnen eingelagerten, wasserreichen Quellmoleküle (Glycosaminoglykane) vermittelt. Alle drei Komponenten werden von den Bindegewebszellen (Fibroblasten) produziert. Alterungserscheinungen (Falten, schlaffe Haut) gehen auf Brüche und Zusammenhaften der Fasern und Verlust an Wasseraufnahmefähigkeit der Quellfasern zurück.

Oberhaut (Epidermis)
ca. 0,1 mm Dicke Stark mit der Lederhaut verzahnt für höhere Stabilität und bessere Nähr- und Sauerstoffversorgung. Die Zellen am Grunde der Oberhaut produzieren ständig neue Hautzellen (Keratinozyten), die in ihrer kurzen Lebenszeit Fettsubstanzen für die Hautbarriere und den Faserstoff Keratin produzieren. Sie bilden auch Botenstoffe für die Immun- und Stoffwechselregulation. Nach 2 Wochen sterben die Hautzellen ab und bilden als Hornzellen (Corneouyten) mit Lipiden die Hornschicht. In der Oberhaut liegen auch Melanzyten (produzieren den hauteigenen UV-Schutzstoff Melanin) und Fresszellen des Immunsystems (Langerhanszellen).

Schweissdrüsen (ekkrine Schweissdrüsen)
Sie produzieren ein Sekret aus 98% Wasser mit Stoffwechselprodukten und Salzen, das durch Verdunstung die Hautoberfläche abkühlt und so für die Wärmeregulation des Körpers wichtig ist. Frischer Schweiss ist geruchsneutral. Erst die Zersetzung durch Hautbakterien erzeugt unangenehmen Körpergeruch. Zum Körpergeruch tragen auch die Sekrete der Duftdrüsen (apokrine Schweissdrüsen) bei, die in bestimmten Körperpartien zu finden sind. Schweiss ist leicht sauer und trägt zum Säurschutzmantel bei.

Talgdrüsen
Sie bilden ein Fettgemisch (Sebum), das die Oberfläche von Haut und Haaren schützt und glättet. Ihre Aktivität wird durch Hormone (Androgene) gesteuert. Das Fettgemisch ist mit seinem leicht sauren pH-Wert ein Bestandteil des Säureschutzmantels.

Unterhautfettgewebe (bis zu 10 cm Dicke)
Speicherorgan mit einer Dicke bis zu 10 cm: Nährstoffe werden, wenn sie nicht verbraucht werden, in Fett umgewandelt und hier gelagert, bis sie bei Bedarf in Stoffwechselenergie umgesetzt werden. Fettpolster wirken als Stossdämpfer und Wärmeisolator.

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Die Haut in Zahlen:


Gesamte Haut:
1,5 - 2 Quadratmeter Fläche
0,1 bis max. 10cm dick
10 - 20 Kg schwer

Pro Quadratzentimeter:
ca. 6 Millionen Zellen
ca. 5000 Sinneskörper
ca. 400 cm Nervenfasern
ca. 200 Schmerzpunkte
ca. 100 cm Adern
ca. 100 Schweissdrüsen
ca. 15 Talgdrüsen
ca. 12 Kältepunkte
5 Haare
2 Wärmepunkte

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Schutz

Vor Austrocknung, vor Kälte und Hitze, vor Strahlung, vor Schadstoffen, vor Reizstoffen, Allergenen, vor Viren, Bakterien und Pilzen, vor Stössen und Rissen

Wahrnehmung
Von Wärme und Kälte, Berührung, Formen und Strukturen, Schmerz

Signale
Bestimmt das Erscheinungsbild, spiegelt innere Zustände wider (erröten, erbleichen, Gänsehaut bekommen,...)

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