Home Newsletter Drucken
Impressum
  Unternehmen
Sebapharma GmbH & Co. KG

Binger Str. 80
D-56154 Boppard

Tel.: 06742-900-0
Fax.: 06742-900-176

info@sebamed.de
www.sebamed.de  

Entstehung der Akne

Akne ist eine weit verbreitete Hauterkrankung: ca. 80 Prozent der Heranwachsenden leiden in der Pubertät daran. Zwar stellt sie mit Ausnahme seltener schwerer Formen keine ernsthafte Schädigung der Gesundheit dar, beeinträchtigt aber das Aussehen und damit auch das Selbstbewusstsein. Jungen sind oft stärker und für einen längeren Zeitraum betroffen als Mädchen. Die ersten Anzeichen der Akne können schon bei 8 bis 9-jährigen auftreten; meist entstehen sie aber erst im frühen Teenager-Alter. Die Akne klingt meist mit dem Ende der Pubertät - Anfang 20 - ab. Bei einigen Menschen kann aber auch jenseits der 30 noch als Akne tarda vorliegen.

 

Akne ist auf eine Veränderung an den Talgdrüsen zurückzuführen. Durch männliche Hormone, Androgene, deren Produktion sowohl bei Mädchen wie auch bei Jungen in der Pubertät anläuft, wird die Talgbildung in den Drüsen gesteigert. Dadurch erweitern sich die Talgdrüsenporen und die Haut wird fettig, besonders in Hautarealen mit hoher Talgdrüsendichte wie Stirn, Nase und Kinn, der sogenannten T-Zone, aber auch an den Oberarmen, den Schultern und an der Brust.

 

Gleichzeitig stören die Androgene auch die Reifungsprozesse der Hautzellen im Bereich der Talgdrüsenpore, dem sogenannten Infundibulum. Wo sich normalerweise einzelne Corneocyten von der Oberfläche ablösen, weil die interzellulären Verbindungen im physiologischen Reifungsprozess aufgelöst wurden, können sich die bei Akne fest aneinander haftenden Corneozyten nur schwer ablösen und verstopfen zusammen mit dem Talg die Porenöffnung.

Ein solcher weißlicher Pfropf ist das erste sichtbare Stadium des Mitessers oder Komedos. Der Talg staut sich unter dem Pfropf, der Mitesser schwillt leicht an. Er ist zunächst noch geschlossen. Öffnet sich dieser geschlossene Komedo, oxidiert der Luftsauerstoff die Fettbestandteile und Eiweißstoffe im Pfropf. Dadurch und durch die Melanineinlagerung verfärbt sich der offene Komedo dunkel (Abbildung 1).

Abbildung 1: Entstehung von Mitessern

Voraussetzungen

  • fettige Haut mit gesteigerter Talgbildung

  • Verhornungsstörungen der Haut im Bereich der Talgdrüsenporen

Verklumpte abgestorbene Hautzellen:

Folge

  • Talg- und Hornpfropf verstopft die Pore, durch Oxidation wird der Pfropf schwarz

 

 

Mitesser (Komedo):

Das körpereigene Abwehrsystem bewerkstelligt im Normalfall eine schnelle Abheilung der Entzündung: Die Pustel trocknet ein und die Rötung bildet sich innerhalb weniger Tage zurück. Was bleibt, ist allenfalls eine erweiterte Pore. Unsachgemäßes Ausdrücken der Pusteln verursacht jedoch bleibende Hautschäden. Meist platzt unter dem Druck der Finger die entzündete Talgdrüse unter der Hautoberfläche auf und ihr Inhalt - Eiter, lebende und tote Bakterien, Talg und seine bakteriellen Abbauprodukte - ergießt sich ins umliegende Gewebe, wo er eine Ausweitung der Entzündung verursacht. Die Abheilung dieses vergrößerten Defektes ist wesentlich langwieriger als beim natürlichen Heilungsprozess und hinterlässt in den meisten Fällen bleibende Narben, die nur durch tiefgehende Schleifbehandlung durch den Hautarzt entfernt werden können. Vor allem junge Frauen verschlimmern eine an sich leichte Akne oft selbst durch solche Manipulationen. 

 

Nur bei wenigen Betroffenen entwickeln sich schwerere Formen der Akne mit einer Vielzahl von entzündeten Pickeln oder ausgedehnten, knotigen Entzündungsherden. Diese Akneformen müssen vom Hautarzt behandelt werden, wenn die damit einhergehende Narbenbildung unterbleiben soll.

Fazit

Bei Menschen mit Akne bestehen, abhängig von deren Schweregrad und therapeutischen Maßnahmen, spezielle Anforderungen an die Hautpflege. Die Reinigung sollte seifenfrei mit schwach sauren Präparaten erfolgen (Wasch-Syndet). Eine starke Entfettung ist wegen der damit verbundenen Austrocknung und Irritation nicht sinnvoll. Desinfizierende oder antibakterielle Zusätze zu Reinigungspräparaten können zweckmäßig sein (Antibakterieller Reinigungsschaum). Eine zusätzliche Reinigung mit alkoholhaltigen Gesichtwässern für fettige oder stark von entzündlichen Akneläsionen betroffenen Hautpartien muss gezielt und sparsam erfolgen. Die Anwendung von Peelings erfordert ebenfalls eine gewisse Vorsicht. Fett- und emulgatorfreie Hautpflegepräparate wirken einer Austrocknung entgegen ohne die Akne zu verschlimmern. Bei der Hautpflege ist wie bei der medikamentösen Therapie der Akne Geduld und Zurückhaltung gegen den Drang zum Ausdrücken der Pickel notwendig.

Einstellungen