11. Heinz Maurer-Preis für dermatologische Forschung verliehen

5th International Summer Academy of Practical Dermatology:
11. Heinz Maurer-Preis für dermatologischeForschung verliehen


sebamed prämiert anlässlich des 50-jährigen Marken-Jubiläums
4 herausragende wissenschaftliche Arbeiten der Hautforschung

 

München, 27.7.2017. Der Heinz Maurer-Preis ist eine viel beachtete Institution:
Er fördert die dermatologische Forschung seit nunmehr 21 Jahren. Initiator des
Wissenschaftspreises ist der Arzt und Unternehmer Dr. med. Heinz Maurer, Gründer derSebapharma GmbH & Co. KG mit Sitz im rheinland-pfälzischen Boppard-Bad Salzig. Das von ihm 1967 gegründete und geleitete Unternehmen Sebapharma baute er zu einem Global Player aus. Der Erfinder der „Seife ohne Seife“ hatte sich 2010 aus dem Geschäft zurückgezogen und die operative Leitung an Thomas Maurer und Dr. Rüdiger Mittendorff, beide Vorsitzende der Geschäftsleitung, übergeben. Zu Ehren des 2016 verstorbenen Dr. med. Heinz Maurer und anlässlich des diesjährigen 50. Marken-Jubiläums von sebamed wurde der Forschungspreis um eine 3. Kategorie zum Thema „Hautoberflächenforschung in ethnischen Populationen“ erweitert.

 

Die diesjährige Preisverleihung erfolgte im Rahmen der International Summer Academy of Practical Dermatology (ISA) am 27.7.2017 in München. Prof. Dr. med. Thomas Ruzicka, stellvertretender Vorsitzender der Jury, übergab den Preis für Ethnische Forschung. Prof. Dr. med. Wolfgang Gehring, Vorsitzender der Jury und Ehrenmitglied des wissenschaftlichen Beirats der Sebapharma GmbH & Co. KG, übergab folgende Preise:

 

Grundlagenforschung
Sebapharma wählte aus fünf Bewerbungen die Arbeit „The barrier function of organotypic non-melanoma skin cancer models“ von Herrn Dr. Christian Zoschke (Freie Universität Berlin) und Koautoren aus und prämiert ihre Forschung mit dem mit 10.000 Euro dotierten Heinz Maurer Award for Research in Dermatology.

An organähnlichen Hauttumormodellen entdeckte Zoschke die molekularen Ursachen für eine beeinträchtigte Hautbarrierefunktion im kutanen Plattenepthelkarzinom, der aggressivsten Form des hellen Hautkrebses. Die Zusammensetzung und die Anordnung der Stratum corneum Lipide in Hauttumormodellen unterschied sich deutlich im Vergleich zu normalen Hautmodellen. Weiterhin veränderte sich die Expression von Zell-Zell-verbindenden Proteinen, der Oberflächen-pH-Wert sowie die Esteraseaktivität in den Hauttumormodellen.

Seine Ergebnisse bestätigen die wenigen klinischen Studien zur Hautbarrierefunktion bei hellem Hautkrebs und dienen als Grundlage für die Entwicklung neuer Arzneistoffträgersysteme für den zielgerichteten Wirkstofftransport. Die Verwendung humaner Zellen unterstützt darüber hinaus die Umsetzung des 3R-Prinzips zur Vermeidung, Verringerung und Verbesserung von Tierversuchen.

 

Klinische Forschung

Die beiden hervorragenden klinischen Arbeiten „Morphologic features of basal cell carcinoma using the en-face mode in frequency domain optical coherence tomography” von PD Dr. Tanja von Braunmühl und Koautoren und „Objective and subjective treatment evaluation of scars using optical coherence tomography, sonography, photography, and standardised questionnaires“ von Dr. Markus Reinholz et al., beide an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU München, waren nach Ansicht der Jury wissenschaftlich gleichwertig, so dass hier der Preis von 10.000 EUR geteilt wurde.

Braunmühl kommt zu dem Resümee, dass die Frequency Domain Optical Coherence Tomography (FDOCT) mit einer neuen Darstellung für horizontale und vertikale Bildgebungsmodi zusätzliche Informationen in der Diagnose von Basalzellkarzinomen (BCC) bietet, insbesondere beim nodulären BCC, und die Möglichkeiten zur Beurteilung der morphologischen Eigenschaften des Tumors gegenüber der derzeit eingesetzten Methoden verbessert.

Reinholz untersucht in seiner Arbeit die Eignung verschiedener Methoden einschließlich bildgebender Verfahren zur Beurteilung der Therapieverlaufs pathologischer Narben. Er kommt zu dem Schluss, dass hier der kombinierte Einsatz von optischer Kohärenztomographie (HDOCT), Sonographie, Fotografie und standardisierten Fragebögen zu einem optimalen Ergebnis führt. HD-OCT kann als objektives Diagnoseinstrument zur Bewertung verwendet werden und dient als wertvolles ergänzendes Untersuchungsinstrumentarium in Kombination mit Ultraschall und subjektiven Beurteilungskriterien.

 

Sonderpreis

Die Arbeit „Evaluation of the efficiacy of cysteamine 5% cream in the treatment of epidermal
melasma: a randomised double-blind placebo-controlled trial“ von Prof. Parvin Mansouri und Mitarbeitern, Department of Dermatology, Teheran University of medical Science erhielt einen Sonderpreis.

Aufgrund der klinischen Relevanz der Indikation in ethnischen Populationen, der methodischen Qualität und der Publikation in einem führenden Fachjournal wurde sie von der Jury einstimmig als preiswürdig erachtet und mit 5500 EUR dotiert.

Mansouri untersuchte die Wirksamkeit von Cysteamin 5% Creme bei der Behandlung von Patienten mit epidermalem Melasma. Die flächige, bräunliche Hautverfärbung durch Überproduktion von Melanin ist vor allem bei Frauen mit den Hauttypen IV und V unter
UV-Einwirkung verbreitet. Sowohl die mit einem Mexameter gemessenen Unterschiede zwischen hyerpigmentierter und normaler Haut als auch der Melasma Area Severity Index (MASI), der Investigator‘s Global Assessment (IGA) Score und die subjektive Beurteilung der Anwender zeigten bereits nach 2 Monaten eine signifikante Wirksamkeit von Cysteamin-Creme gegenüber Placebo.

In seiner Laudatio dankte Dr. Rüdiger Mittendorff der Jury aus namhaften Dermatologen und Pharmazeuten und betonte den Stellenwert der Wissenschaft und Forschung als Basis des internationalen Erfolgs für Sebapharma.

Im Anschluss an die Preisverleihung lud Sebapharma zur ISA Master Class „Dermatological aspects of different skin care needs round the globe“ mit renommierten Referenten aus Europa, Südamerika, Indien und Südafrika ein.

 

Wissenschaft für gesunde Haut

Mit dem Heinz Maurer-Preis werden herausragende Leistungen in der dermatologischen Forschung unterstützt, um zum kontinuierlichen Fortschritt der dermatologischen Forschung beizutragen. Damit unterstreicht der Hersteller von Hautreinigungs- und Pflegeprodukten, die auf den natürlichen Hautschutzmantel mit dem pH-Wert 5,5 abgestimmt sind, das Unternehmensmotto „Wissenschaft für gesunde Haut“.

 

 

Bildunterschrift
v.l.: Dr. Rüdiger Mittendorff, Geschäftsführer Sebapharma GmbH & Co. KG, PD Dr. Tanja von Braunmühl, Preisträgerin im Bereich „Klinische Forschung“, Dr. Markus Reinholz, Preisträger im Bereich „Klinische Forschung“, Prof. Parvin Mansouri, Preisträgerin Sonderpreis „Hautoberflächenforschung in ethnischen Populationen“, Dr. Susan Farshi, Coautorin der mit dem Sonderpreis prämierten Arbeit, Dr. Christian Zoschke, Preisträger im Bereich „Grundlagenforschung“, Prof. Wolfgang Gehring, Vorsitzender der Jury für den Heinz Maurer-Preis.