Haarprobleme

Strapaziertes Haar verursacht einige unschöne Haarprobleme

Dünnes, feines Haar

Die Dicke des Haares ist genetisch festgelegt.
Feines Haar zeigt beim Frisieren wenig "Stehvermögen" und schmiegt sich meist glatt und eng an die Kopfhaut. Mit Kosmetik und Styling kann man allerdings dünnem Haar mehr Fülle verleihen. Allerdings dürfen sie das Haar nicht schwer machen oder seine Struktur schädigen. Feines Haar ist anfällig für Austrocknung und Strukturschäden und sollte mit besonders milden Shampoos gewaschen werden. Veränderungen an der Haarwurzel durch Mangelernährung, Krankheiten, Medikamente, Alter, Hormone u.a. können das Haarwachstum stören und im Extremfall dazu führen, dass nur noch zarter Flaum wächst.


Strähniges Haar

Zu viel hauteigener Talg oder Stylingwirkstoffe können das Haar beschweren, verkleben und strähnig machen. Bei fettigem Haar hilft nur häufiges Waschen mit einem möglichst mildem Shampoo. Stark entfettende Shampoos greifen die Haarstruktur an und können die Kopfhaut reizen. Trotz aller Werbeversprechen können Shampoowirkstoffe die Talgproduktion in der Kopfhaut nicht wirksam vermindern. Auch Haarwässer sind nur eingeschränkt wirksam und können aufgrund ihres Alkoholgehaltes die Kopfhaut reizen. Zur Strähnigkeit neigendes Haar braucht Shampoos mit wenig Conditionern.


Dickes, störrisches Haar

Dickes Haar sieht gut frisiert prächtig aus, kann aber auch leicht zum Struwwelpeterschopf missraten. Auch diese Haarform kann durch richtige Pflege und Styling "gebändigt" werden. ??Conditioner im Shampoo machen das Haar weicher und glätten seine Oberfläche, so dass es sich leichter frisieren lässt. Austrocknung sollte durch besonders milde Shampoos vermieden werden, weil die aufgeraute Oberfläche des trockenen Haares die Probleme verstärkt.


Haarwirbel

Selbst sonst völlig glattes Haar zeigt oft an einigen Stellen Wirbel durch lokale Abweichungen in der im Erbgut festgelegten Form des Haarquerschnittes. Mit einem passenden Haarschnitt und zusätzlichem Styling lassen sich diese Wirbel gut in die gesamte Frisur einpassen.


Spliss und Haarbruch

Wird die äußere Haarschicht (Cuticula) durch mechanische Einflüsse aufgerissen, fasert der darunter liegende Cortex auf. Da die Belastung an den Haarspitzen am größten und das Haarmaterial durch langes Einwirken von Umwelteinflüssen am stärksten angegriffen ist, sind sie am anfälligsten für diese Schäden. Das Auffasern oder Spleißen  der Haarenden kann sich den Haarschaft entlang fortsetzen. Sehr starke strukturelle Belastungen lassen das Haar vollständig abbrechen. Das Bruchende ist dann besonders anfällig für Spliss. Austrocknung, Sonne und Solarium, nicht ausgewaschene Stylingprodukte im Haar über Nacht, Färben, Bleichen, Dauerwellen, aggressive Shampoos, Rubbeln beim Abtrocknen, heißes Fönen, heiße Lockenstäbe, scharfkantige Kämme oder Haarspangen oder nervöses Ziehen und Zwirbeln der Haare können die Ursachen für Spliss und Haarbruch sein. Milde und pflegende  Shampoos mit einem pH-Wert 5,5 und Schutzwirkstoffen können die Belastbarkeit des Haares steigern und geschädigtes Haar vorübergehend glätten. Häufen sich aber die Schäden, hilft nur ein neuer Haarschnitt.


Stumpfes, glanzloses Haar

Austrocknung und Quellung sowie Strukturschäden rauen die Hautoberfläche auf. Statt glatt anliegender "Dachziegel" spreizen sich die Schüppchen der Haarcuticula ab, wie bei einem Tannenzapfen an trockenen Tagen. Das Licht wird nicht mehr gleichmäßig reflektiert, sondern gestreut. Dadurch verliert das Haar seinen Glanz, erscheint stumpf. Die abstehenden Schüppchen leisten auch beim Kämmen Widerstand und erhöhen das Risiko für Strukturschäden. Schadstoffe können leichter ins Haarinnere eindringen, Wasser kann leichter austreten und die Austrocknung verstärken. Abhilfe schafft schonendes Haarewaschen mit einem milden, feuchtigkeitsspendenden Shampoo bei niedrigen Wassertemperaturen ohne Trockenrubbeln und heißes Fönen der Haare.


Haarausfall

Ein Verlust von 100 Haaren am Tag ist völlig normal. Beim Waschen sind es auch mal mehr, dafür am Tag danach wieder weniger. Nur wer über längere Zeit deutlich mehr als 100 Haare verliert, muss sich darüber Sorgen machen. Mit Fieber verbundene Infektionskrankheiten können ebenso wie manche Medikamente vorübergehend zu Haarverlust führen. Kopfhautverletzungen können je nach Tiefe auch zum bleibendem Haarverlust an der betroffene Stelle führen. Während der Schwangerschaft wachsen den Frauen hormonbedingt sehr viel mehr Haare, die aber nach der Geburt und der Normalisierung des Hormonspiegels nach und nach wieder ausfallen. Selbst Neugeborene mit dichtem Haarschopf verlieren ihn meist im ersten Lebensjahr wieder. Erst langsam wächst das Haar dann wieder nach.

Ein großer Anteil der Männer und auch viele Frauen im mittleren Lebensalter verlieren dadurch Haare, dass die Haarwurzeln durch Einwirkung des männlichen Hormons Testosteron in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Sie bilden immer dünnere und kürzere Haare, bis schließlich die Haarproduktion völlig aufhört. Die dann einsetzende Glatzenbildung gestaltet sich bei Männern mit Geheimratsecken und Tonsur ganz anders als bei Frauen, die eher eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare überall auf dem Kopf erleiden. Der so genannte kreisrunde Haarausfall, der von kleinen, haarlosen Flecken bis hin zum völligen Verlust auch von Wimpern, Brauen und Körperbehaarung führen kann, ist der Medizin bis heute ein Rätsel.

Stress trägt zu seiner Verschlimmerung, vielleicht auch zur Entstehung bei. ??Dermatologen können mit bewährten Untersuchungsmethoden feststellen, ob und falls ja welche Art von Haarausfall vorliegt und in vielen Fällen eine wirksame Behandlung empfehlen.


Kopfhautjucken

Juckreiz der Kopfhaut kann unterschiedliche Ursachen haben. Oft ist er die Folge einer Reizung durch Shampoos, Stylingprodukte, heißes Wasser oder heißes Fönen. Auch auf Austrocknung reagiert die Kopfhaut oft mit Juckreiz. Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Hautinfektionen können das Kopfjucken hervorrufen. In Verbindung mit gelblichen, fettig erscheinenden Kopfschuppen ist er ein Symptom einer seborrhoischen Kopfhautdermatitis, die sich meist mit einem guten Antischuppen-Shampoo beseitigen lässt. Auch bei Erkrankungen wie dem Diabetes tritt Kopfhautjucken manchmal auf. Pflegende Zusätze in milden Shampoos können das Problem lindern.


Fettige Kopfhaut

Die Talgbildung auf der Kopfhaut lässt sich fast gar nicht beeinflussen. Bei fettiger Kopfhaut hilft häufiges Waschen mit einem milden Shampoo.


Trockene Kopfhaut

Oft kann schon selteneres Waschen, kühleres Wasser, ein milderes Shampoo oder gründlicheres Ausspülen des gewohnten Shampoos das Problem beheben. Auch Fönen und Styling sind leicht beeinflussbare Ursachen.


Kopfschuppen

Es gibt verschiedene Formen von Kopfschuppen. Am weitesten verbreitet sind die sog. fettigen Kopfschuppen bei seborrhoischer Kopfhautdermatitis. Pilzorganismen (Malassezia furfur) auf der Haut, die normalerweise völlig harmlos sind, können unter noch nicht vollständig erforschten Umständen aggressiv werden und die Kopfhaut so stören, dass sie neue Hautzellen im Übermaß bildet und vorzeitig abstößt. Die meisten Antischuppen-Shampoos eliminieren diese Pilzorganismen und sorgen dadurch für eine Normalisierung der Kopfhaut. Es dauert üblicherweise 2-3 Wochen, bis die Schuppenbildung zurückgeht. Bei manchen Menschen treten die Kopfschuppen wiederholt auf. Sie können milde Antischuppen-Shampoos auch langfristig verwenden. Wirkt ein Antischuppen-Shampoo nicht, können unter Umständen andere Ursachen vorliegen, oder ein stärkeres Arzneipräparat wird benötigt. Trockene Kopfschuppen, die sich nicht durch Antischuppen-Shampoos beseitigen lassen, lassen sich manchmal mit milden Shampoos für trockene Kopfhaut in den Griff bekommen. Selten kann auch eine Hauterkrankung wie Schuppenflechte oder Neurodermitis oder eine allgemeine Grunderkrankung wie Diabetes die Ursache für Kopfschuppen sein. Hier sollte neben der Behandlung dieser Grunderkrankung therapiebegleitend ein entsprechendes mildes und pflegendes Shampoo verwendet werden.