ca. 0,1 mm Dicke stark mit der Lederhaut verzahnt für höhere Stabilität und bessere Nähr- und Sauerstoffversorgung. Die Zellen am Grunde der Oberhaut produzieren ständig neue Hautzellen (Keratinozyten), die in ihrer kurzen Lebenszeit Fettsubstanzen für die Hautbarriere und den Faserstoff Keratin produzieren. Sie bilden auch Botenstoffe für die Immun- und Stoffwechselregulation. Nach 2 Wochen sterben die Hautzellen ab und bilden als Hornzellen (Corneouyten) mit Lipiden die Hornschicht. In der Oberhaut liegen auch Melanzyten (produzieren den hauteigenen UV-Schutzstoff Melanin) und Fresszellen des Immunsystems (Langerhanszellen).

ca. 1 mm dickes elastisches Bindegewebe, reich durchblutet und mit Sinneskörperchen sowie Nervenfasern versehen. Haarwurzeln, Talgdrüsen und Schweißdrüsen gehören zur Oberhaut und sind in die Lederhaut eingesenkt. Die Elastizität wird durch starre Collagen- und dehnbaren Elastinfasern sowie die zwischen ihnen eingelagerten, wasserreichen Quellmoleküle (Glycosaminoglykane) vermittelt. Alle drei Komponenten werden von den Bindegewebszellen (Fibroblasten) produziert. Alterungserscheinungen (Falten, schlaffe Haut) gehen auf Brüche und Zusammenhaften der Fasern und Verlust an Wasseraufnahmefähigkeit der Quellfasern zurück.

Speicherorgan mit einer Dicke bis zu 10 cm: Nährstoffe werden, wenn sie nicht verbraucht werden, in Fett umgewandelt und hier gelagert, bis sie bei Bedarf in Stoffwechselenergie umgesetzt werden. Fettpolster wirken als Stoßdämpfer und Wärmeisolator.

DIE HAUT

Aufbau und Funktion

1. Oberhaut (Epidermis)

2. Lederhaut (Dermis)

3. Unterhautfettgewebe (bis zu 10 cm Dicke)

In Zahlen

Gesamte Haut Pro Quadratzentimeter
1,5 – 2 m2 Fläche ca. 6 Millionen Zellen
0,1 bis max. 10 cm dick ca. 5000 Sinneskörper
10 – 20 kg schwer ca. 400 cm Nervenfasern
  ca. 200 Schmerzpunkte
  ca. 100 cm Adern
  ca. 100 Schweissdrüsen
  ca. 15 Talgdrüsen
  ca. 12 Kältepunkte
  5 Haare
  2 Wärmepunkte

Die Funktionen der Haut

Schutz 
Vor Austrocknung, vor Kälte und Hitze, vor Strahlung, vor Schadstoffen, vor Reizstoffen, Allergenen, vor Viren, Bakterien und Pilzen, vor Stössen und Rissen

Wahrnehmung 
Von Wärme und Kälte, Berührung, Formen und Strukturen, Schmerz

Signale

Bestimmt das Erscheinungsbild, spiegelt innere Zustände wider (erröten, erbleichen, Gänsehaut bekommen...)