GRUNDLAGENWISSEN

DAS MIKROBIOM – Was ist das Hautmikrobiom?
Die Gesamtheit aller Lebewesen, die sich auf unserer Haut befinden, wird als Hautmikrobiom bezeichnet. Das sind vor allem Bakterien, Pilze und Milben. Sie leben oben auf der Hautoberfläche, zwischen den abgestorbenen Zellen in unserer Hornschicht, in den Schweiß- und Talgdrüse sowie in den Haarfollikeln. Sie ernähren sich von den Eiweißstoffen, Fetten und Zuckerkomponenten, die ihnen abgestorbene Hautzellen und die Lipide in den Zwischenräumen, aber auch Talg und Schweiß, je nach Region, spärlich oder reichlich bieten.
 

Ähnlich wie das Darmmikrobiom ist auch das Hautmikrobiom wichtig für unsere Gesundheit. Dabei kommt es nicht darauf an, nur „gute“ Hautkeime und überhaupt keine „bösen“ Hautkeime zu haben, sondern auf die richtige Balance der verschiedenen Mikroorganismen. Auch die vermeintlich bösen Keime können z.B. das Immunsystem zu wirksamerem Arbeiten anregen und gefährlichere Keime unterdrücken, während die guten Mitbewohner durchaus Hautprobleme auslösen können, wenn sie überhand nehmen oder auf Veränderungen der Körperfunktionen oder Einwirkung von Umwelteinflüssen mit verändertem Verhalten oder Stoffwechsel reagieren. Kontraproduktiv ist jeder Versuch, alle Mikroorganismen auf der Haut z.B. durch intensive und wiederholte Desinfektion dauerhaft zu entfernen. 

 

Welche Faktoren beeinflussen das Hautmikrobiom?

„Alles hängt mit Allem zusammen“ hat Alexander von Humbold schon vor mehr als 200 Jahren festgestellt – das gilt auch für das Hautmikrobiom. Erbanlagen, Geschlecht, Alter, allgemeiner Gesundheitszustand, Hormonstatus, Ernährung und  Lebensweise sind ebenso wichtige Einflussfaktoren  wie Klima, Luftverschmutzung, Wasserqualität  und Sonne. Sie können positiv oder negativ auf die natürlichen Schutzfunktionen der Haut wirken, besonders auf ihre Barrierefunktion gegen Austrocknung und schädliche Umwelteinflüsse. Auch unsere mikroskopisch kleinen Mitbewohner reagieren auf Veränderungen ihrer Lebensbedingungen. Zu viele oder zu intensive Veränderungen zerstören die Balance des Ökoystems, was wiederum die hauteigenen Schutzfunktionen beeinträchtigt und die Hautgesundheit gefährdet. Die Stabilisierung des Hautschutzmantels und der Hautmikrobioms macht die Haut widerstandsfähiger gegen innere und äußere Einflüsse. Das Ziel der medizinischen Hautpflege mit sebamed ist es, die Hautgesundheit durch Unterstützung der Barrierefunktion und der Mikrobiombalance zu stärken und zu fördern.

 

Der natürliche HAUTSCHUTZMANTEL, der pH-WERT 5,5 und das HAUTMIKROBIOM

Eine gesunde Balance des Hautmikrobioms setzt voraus, dass die Hautstrukturen intakt sind, die Hautfunktionen normal ablaufen und kleinere Schäden und Störungen durch die Regenerationsprozesse schnell repariert werden. Mit ausreichend, aber nicht zu viel Fett und Feuchtigkeit sowie einer starken Schutzbarriere ausgestattet, beherbergt die Haut eine Mikroflora mit großer Artenvielfalt in einem stabilen Gleichgewicht. Der leicht saure pH-Wert gesunder Haut hat dabei zweifache Schlüsselfunktion: Erhaltung der Barrierefunktion und Förderung der Mikrobiombalance. Hautpflege mit pH-Wert 5,5 kann nachweislich helfen,  den Hautschutzmantel zu unterstützen und dadurch die Barrierefunktion und das ökologische Gleichgeweicht der Haut zu erhalten.