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A
Akne
Hauterkrankung, die in der Pubertät 80% der Bevölkerung betrifft, aber auch als Spätakne bis ins vierte Lebensjahrzehnt vorkommt. Leichte Formen mit Mitessern und wenigen entzündeten Pickeln sind häufig ohne Medikamente durch richtige Hautpflege, z.B. mit sebamed Unreine Haut, in den Griff zu bekommen. Bei schwererer Akne geht es nicht ohne Medikamente. Hautpflege kann deren Wirkung unterstützen. Mitesser sind durch Talg und abgestorbene Hautzellen verstopfte Poren. In ihnen können sich Aknebakterien vermehren und zur Entzündung mit Rötung und Eiterbildung führen. Pickel dürfen auf keinen Fall ausgedrückt werden.
B
Basalzellen
Unterste Zelllage in der Oberhaut. Hier werden durch Zellteilung ständig neue Hautzellen (Keratinozyten) gebildet.
C
Cellulite
Veränderung im Bindewebe und Unterhautfettgewebe der Haut mit lokalen Verklumpungen von Hautfett, die durch verminderte Elastizität oberflächlich als Dellen sichtbar werden. Cellulite ist durch Hautpflege kaum beeinflussbar; der Massageeffekt beim Eincremen wirkt sich aber positiv auf die Fettverbrennung und die Bildung elastischer Fasern aus und verbessert so das Erscheinungsbild der Haut.
Ceramide
Lipide mit wichtigem Barriereeffekt in der Hornschicht, bilden zusammen mit Fettsäuren und Cholesterol die abdichtende Fettmasse zwischen den Hornzellen. Ceramidmangel kann bei Neurodermitis und im Alter die Ursache der Trockenheit der Haut sein.
Cholesterol

Wichtiges Barrierefett der Haut. Seine Vorstufe, Cholesterolsulfat, wird in der Epidermis produziert und in der Hornschicht umgewandelt.

Collagen
Festeres Fasereiweiß in der Dermis, verleiht dem Bindegewebe Zugfestigkeit und zusammen mit Elastin Elastizität.
Corneozyten
Abgestorbene Hautzellen in der Hornschicht, die unten noch fest miteinander verbunden sind. Zur Hautoberfläche hin lösen sich die Verbindungen allmählich auf, so dass sich die Corneozyten als mikroskopisch kleine Einzelzellen lösen. Ca. 0,5 g Hornzellen verliert der Mensch täglich. Hautentzündungen unterschiedlichster Ursache stören die Reifung der Corneozyten. Als Folge lösen sich von der Oberfläche Klumpen, die mit bloßem Auge als Schuppen sichtbar sind.
D
Depilation
Haarentfernung durch mechanische Mittel (Rasur, Ausreißen mit Wachs, Auszupfen), chemische Mittel (Auflösen des Keratins), oder dauerhaft durch Verödung der Haarwurzeln mit Hitze, elektrischem Strom oder Laser.
Dermatitis

Hautentzündung durch Reizungen, Allergien oder Infektionen oder bei Neurodermitis. Gleichbedeutend mit Ekzem.

Dermis
Die Dermis oder Lederhaut ist ca. 1 mm dick. In dem Bindegewebe, das für die Elastizität der Haut sorgt, verlaufen die Blutgefäße, die die Haut versorgen. Sie trägt Nervenbahnen und Sinnesorgane für die Wahrnehmung von Temperatur-, Schmerz- und Tastreizen. Schweiß- und Talgdrüsen sowie die Haarwurzeln liegen in der Lederhaut.
E
Ekzem
Hautentzündung; siehe Dermatitis.
Elastin
Elastisches Fasereiweiß in der Dermis, zusammen mit Collagen für die Hautelastizität verantwortlich.
Elastizität

Fähigkeit der Haut, sich nach Dehnung wieder zusammenzuziehen. Wichtig dafür sind die Collagen- und Elastinfasern in der Dermis. Im Alter werden weniger Elastin und Collagen in der Haut gebildet. Die Elastizität nimmt dadurch ab; die Haut wird schlaff und faltig.

Enzyme
Biokatalysatoren, die den Stoffwechsel und die Auf- und Abbauprozesse in der Haut gewährleisten. In der Haut sind selbst in der Hornschicht mit ihren abgestorbenen Zellen viele Enzyme aktiv, um die Barrierefunktion der Haut aufrecht zu erhalten.
Epidermis

Oberhaut, 0,1 mm dicke Zellschicht an der Oberfläche der Haut. Zuunterst liegt die Basalzellschicht, darüber die Stachelzellschicht und schließlich die Körnerzellschicht, an die sich die Hornschicht anschließt. In der Epidermis sind neben Keratinozyten, Melanozyten und Zellen des Immunsystems die Mastzellen und Langerhans Zellen enthalten.

Ernährung
Die Haut wird von den Blutgefäßen "von innen" mit Nährstoffen versorgt. Von außen lassen sich allenfalls die Zellen der Oberhaut mit Nährstoffen versorgen. Meist handelt es sich nicht um eigentliche Nährstoffe, sondern um Feuchthaltestoffe und Fette, die sich nur in der Hornschicht einlagern, ohne von den Zellen aufgenommen zu werden.
Erythem
Rötung; Entzündungszeichen der Haut durch verstärkte Durchblutung der Hautkapillaren.
F
Fettsäuren
Wichtige Komponenten der Barrierefunktion. Zusammen mit Cholesterol und Ceramiden bilden sie die Fettstrukturen zwischen den Hornzellen aus, die Austrocknung ebenso wie das Eindringen von Schad- und Reizstoffen verhindern.
Follikel

Haarfollikel, Talgdrüsenfollikel, sackförmige Einstülpungen der Oberhaut bis weit in die Lederhaut hinein, die Talgdrüsen und/oder Haarbalg und -wurzel umschließen und als Pore an der Hautoberfläche münden.

Freie Radikale
Aggressive Stoffe, die in der Haut (und in anderen Organen) unter Einwirkung von Reiz- und Schadstoffen, UV-Strahlung und bei Entzündungsreaktionen entstehen. Sie zerstören Zellen und Gewebe in der Haut und sind die Hauptverursacher der vorzeitigen Hautalterung.
G
Gänsehaut
Beim Frieren und unter psychischen Einflüssen ziehen sich die feinen Muskeln am Haarschaft zusammen. Dadurch bilden sich die Unebenheiten der Hautoberfläche.
Glatze
Komplettes oder teilweises Fehlen der Kopfbehaarung. Die Haarwurzeln bilden mit jedem neuen Haarzyklus kürzere und dünnere Haare, bis schließlich nur noch Flaumbehaarung oder gar kein Haar mehr wächst. Ursachen können Reaktionen auf Testosteron oder auf Östrogenmangel sein (androgenetischer Haarverlust), Erkrankungen oder Medikamente.
H
Haarausfall
Normaler Vorgang im Rahmen des Lebenszyklus der Haare. Ein täglicher Verlust von 100 Haare - nach der Haarwäsche zunächst mehr, an den Folgetagen weniger - ist völlig normal.
Haare

"Hautanhangsgebilde", die mit wenigen Ausnahmen überall auf der Haut zu finden sind, entweder als Kopf-, Bart- oder Schambehaarung oder feine, kurze Flaumbehaarung (Lanugobehaarung). In den Haarwurzeln wird aus umgebildeten Hautzellen, ähnlich wie bei der Entstehung der Hornschicht, ein mehrschichtiges Gebilde produziert, das über bis zu 8 Jahren (Wachstumsphase; Anagenphase) ständig wächst. Dann bildet sich die Haarwurzel zurück und das Haar verharrt zwei Wochen lang in der Übergangs- (Katagen-)Phase, die dann in die Ruhe- (Telogen-)Phase übergeht. Nach der Neuausbildung der Haarwurzel aus Stammzellen in der Dermis und Bildung eines neuen Haares fällt das alte innerhalb von ca. drei Monaten aus.

Hornschicht
Stratum corneum: Oberste Schicht der Haut, in der die aus der Epidermis stammenden Hautzellen als abgestorbene Zellskelette in einer abdichtenden Lipidmasse eingebettet sind.
Hydrolipidfilm
Oberflächliche Schicht aus Schweiß und Talg, der die Haut vor Austrocknung und dem Eindringen von Schad- und Reizstoffen schützt und sie glättet.
I
Immunsystem

Die Haut ist ein wichtiger Teil des Immunsystems. Mit ihrem Säureschutzmantel währt sie Krankheitserreger ab. Die Mastzellen und Langerhans Zellen stehen über das Lymphsystem und die Blutgefäße im Austausch mit dem körpereigenen Immunsystem. Sie sind für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig, aber auch für allergische Reaktionen verantwortlich.

Innere Uhr
Reguliert auch die Haut. Die Barrierefunktion der Haut ist morgens am höchsten, so dass die Empfindlichkeit dann minimal ist. Zum Abend hin sinkt sie ab. Deshalb ist die Haut abends empfindlicher, aber auch aufnahmefähiger für Pflegestoffe. Nachts laufen Regenerationsprozesse der Haut auf Hochtouren. Die abendliche Pflege der Haut ist deshalb besonders wirksam.
Irritation

Reizung der Haut durch äußere Einflüsse, z.B. Reizstoffe (Irritantien). Es kommt als Reaktion zu einer Dermatitis mit Rötung, Schwellung, Brennen und Juckreiz, teils auch mit Pusteln, Papeln, Bläschen oder Quaddeln der Haut.

J
Jahreszeiten

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung sind die wesentlichen Faktoren, die in den verschiedenen Jahreszeiten die Haut beeinflussen. Kalte, trockene Luft und wenig Sonne im Winter machen die Haut trockener und empfindlicher und damit anspruchsvoller hinsichtlich der Pflege als im Sommer.

K
Kapillaren
Feinste Blutgefäße unter der Hautoberfläche. Lederhaut und Unterhautfettgewebe sind mit einem dichten Kapillarnetz durchzogen. Es dient einerseits der Versorgung des Hautgewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie dem Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten, andererseits auch der Temperaturregulation, in dem das wärmere Blut aus dem Körperinneren an der kühleren Oberfläche abgekühlt wird.
Keratin
Fasereiweiß, Strukturbestandteil von Haut, Haaren und Nägeln. Wird von den Keratinozyten gebildet.
Keratinozyten
Hautzellen; werden in der Basalzellschicht gebildet, reifen im Lauf von zwei Wochen heran, sterben dann ab und bleiben als Corneozyten weitere zwei Wochen in der Hornschicht, bevor sie an der Oberfläche abschilfern.
Keratolytisch
Hornschichtauflösend. Keratolytische Wirkstoffe wie Harnstoff, Salicylsäure, Milchsäure und Vitamin-A-Säure wirken hautglättend, schuppenlösend und können gegen verdickte Hornhaut und Hühneraugen eingesetzt werden. Mechanische Keratolyse durch Rubbeln wird oft auch gegen Mitesser bei Akne eingesetzt.
Komedo
Mitesser - durch starke Fettproduktion und Verhornungsstörungen bildet sich ein Pfropf in der Öffnung der Talgdrüsenporen, der zunächst weiß ist, durch Oxidation an der Luft aber mit der Zeit braun bis schwarz wird. Kann zur Entstehung von entzündeten Pickeln führen. Mitesser bilden sich auch durch fettige Kosmetika und bestimmte Kosmetikinhaltsstoffe (komedogene Stoffe).
Körnerschicht

Stratum granulosum - oberster Bereich der Oberhaut (Epidermis) am Übergang zur Hornschicht.

Körpergeruch
Unangenehmer Geruch durch bakterielle Zersetzung von Schweiß und Ausscheidungsprodukte der Duftdrüsen. Schwefelhaltige Verbindungen und Fettsäuren erzeugen einen leicht säuerlichen, ranzigen bis stechenden Geruchseindruck.
L
Langerhans Zellen

Abwehrzellen (Verwandte der weißen Blutkörperchen) in der Oberhaut, die auch an der Auslösung von Allergien beteiligt sind.

Lichtschwiele
Verdickung der Hornschicht unter Einwirkung von Sonne als natürlicher UV-Schutz. Bis zur Vollausbildung, die unabhängig von der Bräunung einen Lichtschutzfaktor von ca. 4 vermittelt, muss die Haut 4 Wochen lang regelmäßig ohne Sonnenbrand der UV-B-Strahlung ausgesetzt worden sein.
Lipide
Sammelbegriff für Fettstoffe. Hautverwandte Lipide in der Hautpflege sind meist besonders wirksam und verträglich.
Lippen
Grenzbereich zwischen Haut und Schleimhaut ohne Talgdrüsen und Pigmentzellen und deshalb besonders empfindlich gegen Austrocknung, Reizung und Sonnenschäden.
M
Melanin

Haut- und Haarfarbstoff. Dient als natürlicher UV-Filter. Die Menge, die gebildet werden kann und das Verteilungsmuster in den Hautzellen sind genetisch festgelegt (Hauttyp). Blasse Haut mobilisiert bei der ersten UV-Bestrahlung als Soforthilfe farblose Melaninvorstufen für eine geringfügige Bräunung innerhalb weniger Stunden. Gleichzeitig wird Melanin auch neu gebildet. Bis die ganze Oberhaut und Hornschicht maximal mit Melanin bestückt sind, muss die Haut regelmäßig über 4 Wochen ohne Sonnenbrand der Sonne ausgesetzt sein. Die Mischung von Eumelanin (braun-schwarz) und Phäomelanin (gelblich) und die Art der Verteilung (feinkörnig oder in Form von Blättchen) bestimmt die Bräunung der Haut sowie die Haarfarbe.

Melanozyt
Pigmentzelle in der Epidermis. Produziert bei Sonneneinwirkung Melanin und verteilt es durch zahlreiche Zellfortsätze an die benachbarten Keratinozyten.
Mikroflora
Besiedelung der Haut mit Bakterien und Pilzen. Es handelt sich überwiegend um harmlose Mikroorganismen, die als negativen Effekt allerdings den Körpergeruch erzeugen. Sie tragen zum natürlichen Schutz gegen Hautinfektionen bei, indem sie Krankheitserreger verdrängen. Schweiß, Talg und abgestorbene Hautschüppchen dienen ihnen als Nahrung. Sie sind gut an den pH-Wert 5,5 des hauteigenen Säureschutzmantels angepasst.
N
Nägel
Keratinplatten, die als Schutz und Greifhilfe die Oberseiten der Finger- und Zehenendglieder bedecken. Die Nagelsubstanz wird in der Nagelmatrix am Grund des Nagelfalz gebildet und wächst kontinuierlich über dem Nagelbett. Das Nagelkeratin ist spröder und fester als das Haut- und das Haarkeratin.
Nagelhaut
Schutzhaut als Fortsetzung des Nagelfalz, die die empfindliche Nagelmatrix vor schädlichen äußeren Einflüssen schützt. Sollte nicht abgeschnitten oder anderweitig verletzt werden.
Natürlicher Feuchthaltefaktor

Natural Moisturizing Factor (NMF), Gemisch aus Bestandteilen der Hornschicht, des Schweißes und des Talgs, der Feuchtigkeit in der Haut auf natürliche Weise bindet und so das Austrocknen der Haut verhindert.

O
Oberhaut
Siehe Epidermis
Orangenhaut
Siehe Cellulite.
P
pH-Wert
Messzahl für Säure- bzw. Laugeneigenschaft von wässrigen Lösungen. Der Wert kann zwischen 0 und 14 liegen. Die Mitte, 7, kennzeichnet den Neutralpunkt, niedrige Werte Säuren, hohe Laugen. Je weiter der Wert vom Neutralpunkt entfernt ist, desto stärker ist die Säure bzw. die Lauge. Wasser hat den pH-Wert 7, Blut 7,4, Magensaft 1-2 und die Hautoberfläche durchschnittlich 5,5.
Pigment
Farbstoff; in der Haut ist Melanin das farbbestimmende Pigment. Zur Hautfarbe trägt außerdem die Dicke der Haut sowie ihre Durchblutung und damit das Hämoglobin bei.
Pore
Austrittsöffnung der Talgdrüsen. Die Austrittsöffnungen der Schweißdrüsen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen.
Pruritus
Juckreiz, Entzündungszeichen an der Haut.
Puffer
Gemisch von Substanzen, das starke pH-Wert-Veränderungen in wässrigen Lösungen bei Zugabe von Säuren oder Laugen verhindert. Im lebenden Gewebe sind Puffer wichtig, um die lebensnotwendige Konstanz des pH-Wertes aufrecht zu erhalten. Chemisch gesehen sind Puffer die Salze schwacher Säuren mit starken Laugen oder umgekehrt. In der Haut bestimmt der Milchsäurepuffer (Milchsäure und sein Natriumsalz) das System zur Stabilisierung eines pH-Wertes von durchschnittlich 5,5.
Q
Quellung
Übermäßige Wasseraufnahme der Hornschicht durch Kontakt mit Wasser, Seife oder anderen Laugen über längere Zeit; vermindert die Barrierefunktion und führt zur Austrocknung und erhöhter Empfindlichkeit.
R
Radikalfänger
Antioxidantien, Substanzen, die freie Radikale unschädlich machen können. In der Haut wirken vor allem die Vitamine A, C und E sowie Glutathion und Superoxiddismutase als Radikalfänger.
Reibeisenhaut

Hühnerhaut, Keratosis pilaris, Lichen pilaris: Verhornungsstörung der Haut mit Hornkegeln in den Follikeln, die äußerlich als starke Rauigkeit in Erscheinung treten, oft infolge trockener Haut und als Minimalzeichen von Neurodermitis.

Repairsystem

Reparatursystem für Erbgutschäden in der Haut nach Einwirkung von UV-Strahlung. Schadhafte Stellen im Erbgut werden durch Enzyme erkannt, ausgeschnitten und durch korrekte neue Stücke ersetzt. Übersteigen die Schäden die Reparaturkapazität des Systems, wird in der Zelle ein Selbstmordprogramm aktiviert, das verhindert, das potentiell gefährlich veränderte Zellen weiterleben.

Rückfettung
Konzept zur Vermeidung von Austrocknung und Entfettung der Haut beim Reinigen. Fettstoffe sollen das abgewaschene Hautfett ersetzen. Oft handelt es sich nicht um eine echte Rückfettung, sondern nur um die Erzeugung eines glatten Hautgefühls durch eine Quellung, die aber eher den Schaden verstärkt. "Echte" Rückfetter erhöhen tatsächlich den Fettgehalt der Haut nach dem Waschen.
S
Säureschutzmantel

Eigenschaft der Haut, an der gesamten Oberfläche im Bereich des Hydrolipidfilms und der Hornschicht einen sauren pH-Wert von durchschnittlich 5,5 zu besitzen. Der Säureschutzmantel trägt zum Schutz vor Krankheitserregern und Austrocknung sowie vor dem Eindringen von Schad- und Reizstoffen und Allergenen bei.

Schuppen

Störung der normalen Ablösung der Corneozyten an der Oberfläche der Haut. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Hornzellen werden beim Durchlaufen der Hornschicht allmählich aufgelöst. Bleibt dies aus, z.B. bei Hautentzündungen, lösen sich ganze Hornzellklumpen, die als Schuppen sichtbar sind. Schuppen treten oft auf dem Kopf und an fettigen Körperpartien als Folge der Produktion entzündungsauslösender Stoffwechselprodukte des Mikroorganismus Malassezia furfur, eines Bestandteils der Mikroflora der Haut, auf.

Schweiß
Ausscheidung der Schweißdrüsen, besteht zu 99% aus Wasser mit Beimischungen von Salzen und Stoffwechselendprodukten. Trägt zur Temperaturregulation bei und liefert natürliche Feuchthaltefaktoren. Bildet zusammen mit dem Talg den Hydrolipidfilm der Haut.
Stinging
Stechen und Brennen der Haut ohne andere Entzündungszeichen als Folge von Hautkontakt mit bestimmten Stoffen; tritt bei ca. 20 % der Bevölkerung auf, meist im Gesicht, überwiegend bei Frauen; klingt nach ca. 10 Minuten wieder ab.
T
T-Zone
Fettigerer Bereich in der Gesichtmitte von der Stirn über die Nase bis zum Kinn. Durch das Fett glänzt die Haut und neigt verstärkt zu Mitessern und Pickeln. Ist der Unterschied der Fettigkeit zwischen T-Zone und restlichem Gesicht stark ausgeprägt, spricht man von Mischhaut.
Talg
Fettige Ausscheidung der Talgdrüsen, der die Oberfläche von Haut und Haar glättet und schützt.
U
Unterhautfettgewebe
Tiefste Hautschicht, die als Speicherorgan für Fett dient und damit auch zur Kälteisolierung und mechanischen Polsterung der Haut beiträgt.
Urticaria
Nesselsucht, Hautausschlag durch Histaminausschüttung z.B. bei Kontakt mit Brennnesseln, Insektenstichen und -bissen, Allergien.
UV
Ultraviolettes Licht; kurzwelliger, für das menschliche Auge nicht sichtbarer Teil des Sonnenlichtes. UV-A und UV-B-Strahlung verursachen positive (Bräunung, Vitamin-D-Synthese, Lichtschwiele) und negative Wirkungen (kurzfristig: Sonnenbrand, fototoxische und fotoallergische Reaktionen, Mallorcaakne, polymorphe Lichtdermatose; langfristig: Hautalterung, Hautkrebs).
V
Varix
Krampfader
Verhornung

Umwandlung lebender Keratinozyten in Corneozyten mit Absterben der lebenden Zellen.

X
Xerodermie
Trockene Haut.